Mit ihrer Arbeit „Pulling out a silly club“ schaffen die Künstler Torben Laib und Till Terschüren eine Installation, die multimediales und prozesshaftes Arbeiten raumgreifend miteinander vereint.

Beim Betreten des Raumes finden die Besucher*innen nicht nur die Installation vor, vielmehr betreten sie gleichzeitig eine Bühne, die ständig neu bespielt wird. Verschiedenste Materialen sind dabei Bestandteil des Kunstwerks. So werden neben Papiertüten, Transportkisten oder Teppichresten noch viele andere Gebrauchsgegenstände und Verbrauchsmaterialen eingesetzt.

Weitere Medien wie Video und Sound werden ebenfalls integriert. In einer Videoprojektion wird eine Liste diverser Gegenstände gezeigt, auf der beispielsweise Haken, Paletten oder Lampen aufgeführt werden. Dabei handelt es sich um nicht mehr genutzte und gelagerte Dinge des Museums, die aus ihrem ursprünglichen Raum entfernt wurden und so wieder, in neuer Form, ihren Platz finden.

Während man sich von der Installation durch den Raum treiben lässt, kann im Hintergrund eine Geräuschkulisse vermerkt werden, die von verschiedensten Tönen, welche während des Schaffungsprozesses entstehen, dominiert wird. Es lässt sich im Rascheln oder Trommeln eine Rhythmik wiederfinden, die teilweise ins Melodische übergreift.

Das Besondere an der Installation ist der transformative Charakter. Jeden Montag, während des Ruhetags, wird die Arbeit für die Besucher erweitert und modifiziert. Begonnen wurde nach dem Corona-bedingten Lockdown Anfang Mai 2020. Die Dokumentation dieser Veränderungen ist Teil der Arbeit, womit die verschiedenen „Akte“ mittels teils mehr oder weniger eindeutigen Beschreibungen nachverfolgt werden können. Bestandteil dieses Prozesses sind dabei auch andere Künstler*innen, die für Kollaborationen einbezogen werden.

Konzeptionell beziehen die Künstler sich auf das Rapalbum als Metaform, indem sie Prozesse übernehmen, die normalerweise in der Musikproduktion verwendet werden. So sind die Montagsumbauten die jeweiligen Aufnahmesessions, in denen neue Teile eingespielt und „geremixt“ werden. Wie bei einem Konzeptalbum ist jede Session eine eigene und selbständige Einheit, aber gleichzeitig auch Teil eines übergeordneten Gesamtkunstwerks. Durch das Einbeziehen anderer Künstler*innen wird weiterhin auf das „Featuring“, welches vor allem im Rap häufige Verwendung findet, hingewiesen. Damit wird auch das Thema angerissen, wie künstlerische Partizipation und Sichtbarmachung von Diversität ermöglicht werden kann.

Das Kunstwerk kann somit nicht nur unter dem Paradigma des Rapalbums betrachtet werden, sondern ist auch als geisterhafte Performance zwischen Präsenz und Absenz, zwischen Dasein und Verschwinden zu begreifen.

Dates

  • 25. September 2020 17.00 cet
    PERFORMANCE RELEASE BY "PULLING OUT A SILLY CLUB"

    Performance im Rahmen der Phaenomenale 2020 der Künstler Till Terschüren und Torben Laib in der Ausstellung PULLING OUT A SILLY CLUB im Ostflügel von Schloss Wolfsburg (https://phaenomenale.com/program/).

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