Anton Ginzburg präsentiert uns in der Kunst-Station erstmalig eine künstlerische Komposition, die künstlich generiert wurde. Als Grundlage diente ihm hierfür ein JavaSkript, das aus den drei geometrischen Grundformen der Diagonalen, Horizontalen und Senkrechten ganz neue Zeichenformen generiert und zu einer komplexen Gesamtkomposition angeordnet hat. Mit dem Titel „algorithm_WOB“ verweist Anton Ginzburg somit auf den Produktionsprozess seiner künstlerischen Wandzeichnung, ohne jede handzeichnerische Spur des Künstlers selbst. Die Grundlage dieser Arbeit bemisst sich also nicht an einem handwerk - lichen Talent des Künstlers, sondern an seiner künstlerischen Forschung und intellektuellen Auseinandersetzung mit digitalen Technologien und ihren Folgen. Zugleich setzt der aus Russland stammende und in New York lebende Künstler seine Wandinstallation in direkten Bezug zu der Bodenarbeit des französischen Künstlers Daniel Buren im Hauptbahnhof Wolfsburg. Mit dem Einsatz einer Programmiersprache reflektiert er auch die künstlerische Praxis von Daniel Buren, die dieser selbst als „Produktionsszene“ beschreibt und mit der er, die Bedeutung des Schauplatzes sowie den Prozess der „Herstellung“ eines Kunstwerks dezidiert in den Vordergrund hebt und damit sein Schaffen explizit dem Primat des Abbildens, der Mimesis oder Repräsentation des Bildhaften in der Kunst entgegenstellt.

Anton Ginzburg (*1974 in St. Petersburg, Russland) ist ein in New York ansässiger Künstler, der für seine Filme, Skulpturen, Gemälde und textbasierten Druckarbeiten bekannt ist. In seinen künstlerischen Erzählungen und poetischen Studien untersucht er besondere Orte, Repräsentation und modernistische Methoden. Er erwarb einen BFA an der Parsons School of Design der New School und einen MFA- Abschluss am Bard College der Milton Avery Graduate School of Arts in Annandale-on-Hudson, New York.

Die Ausstellung „algorithm_WOB“ ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, der Neuland Wohnungsgesellschaft und jugend in der galerie e.V. entstanden.

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