Tag der offenen Tür in der Druckwerkstatt

31. May 2015

Am 31. Mai von 11 bis 18 Uhr laden die Gäste der Druckwerkstatt im Schloss Wolfsburg, Julia Ludwig und Arthur Bohusch, interessierte Gäste zum Gespräch über ihre Arbeiten und ihre Drucktechniken ein.

Julia Ludwig realisiert in einem aufwendigen Prozess mittelformatige Radierungen in verschiedenen Techniken. In ihren Arbeiten geht es um die Wahrnehmung und Erzeugung von Raum im Bild. Sie zeigen Raumgefüge, die ihre Anziehungskraft wesentlich aus der collagierenden Verwendung unterschiedlicher Radiertechniken im selben Bild beziehen. Die Arbeiten entstehen aus der Vorstellung. Dabei ist vor Ort Gesehenes jedoch sehr oft wichtiger Ausgangspunkt. Einfache (architektonische) Formen oder landschaftliche Gegebenheiten dienen als Anlass für bestimmte Bilderfindungen, in denen sich Vorstellungskraft und präzise Konstruktion mit tatsächlich Gesehenem verbinden.

Julia Ludwig (*1982 in Leipzig) erhielt 2009 das Diplom für Malerei und Grafik der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und machte anschließend 2011 den Meisterschüler-abschluss in der Klasse von Prof. Ute Pleuger für Malerei. Sie erhielt einige Auszeichnungen und Stipendien, die mit Auslandsaufenthalten sowie Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland verbunden waren. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

Arthur Bohusch arbeitet in der Technik der Lithografie und seine Bildwelten spiegeln das Interesse an Comics, Filmen, Computerspielen und alten schwarz-weiß Fotos wider. Comics hat er schon in seiner Kindheit gesammelt und die Charaktere abgemalt, schließlich wollte er Comiczeichner werden. Heute jedoch beschäftigt er sich besonders mit Computerspielen und der darin liegenden Ästhetik. Er arbeitet mit Screenshots der Spiele, die mit einem Überschuss an Informationen versehen sind und bewirkt über das Malen und Zeichnen eine Entschleunigung, aus der der Künstler schließlich eine eigene Bildsprache entwickelt. Arthur Bohusch (*1983 in Hindenburg/Polen) war zunächst praktisch tätig. 2009 begann er sein Studium für Freie Kunst bei Prof. Friedemann von Stockhausen an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Anschließend ging er in die Fachklasse von Prof. Wolfgang Ellenrieder, bei dem er nach dem Diplom auch Meisterschüler war. Beide Künstler freuen sich auf interessante Gespräche mit dem Publikum und erläutern dabei ihre Arbeiten und Techniken.