Fotowettbewerb zur Ausstellung "Würfel" im Schlosspark

11. June 2012

Mit drei großformatigen Skulpturen von Thomas Kiesewetter präsentiert die Städtische Galerie Wolfsburg in der Ausstellung „Würfel“ ungewohnte Aussichten und Anblicke im Schlosspark und zeigt damit die erste Intervention des Künstlers im öffentlichen Raum in Deutschland. Dies nahm die Städtische Galerie zum Anlass, um einen Fotowettbewerb auszuschreiben. Alle Gäste des Schlossparks waren dazu eingeladen, diese ungewöhnlichen Ansichten zu dokumentieren und Fotografien einzusenden oder abzugeben. Die besten Arbeiten wurden am 7. August prämiert und eine Auswahl aller Einsendungen wird nun in der Städtischen Galerie Wolfsburg präsentiert.

Der 1.Preis geht an Matthias Pilch aus Wolfsburg: Dazu die Jury. „In allen drei Arbeiten steckt Vielfalt, doch besonders bei der mittleren Aufnahme wurde durch Wanderlicht und Langzeitbelichtung ein eigener, erweiterter Raum für die Skulptur geschaffen. Das Wanderlicht gibt eine erhöhte Position und der Sockel dehnt sich aus. Außerdem wird die ganze Skulptur durch die Lichtspuren erweitert, es ergibt sich eine Gleichzeitigkeit von Rahmung und Dynamik. Die ganze Arbeit wird zur Lichtskulptur. Die Verläufe sind klar definiert und die Formsprache der Skulptur wurde aufgegriffen, sie ist gleichzeitig eckig und rund, ohne dass die Gegensätze die Wahrnehmung beinträchtigen.“

Der 2. Preis geht an Janina Kremkow aus Wolfenbüttel: Dazu die Jury: „Kein flüchtiger Blick, sondern die Beschäftigung mit Farbe und Form der Skulptur prägt besonders eine Aufnahme, bei der eine „Triptychoncollage“ mit einer eigenen Komposition entstanden ist. Die Multiperspektive, Überspitzung und dann wiederum die Zusammenführung sind bemerkenswert, denn sie beinhalten die Auflösung der Skulptur als Ganzes und vermitteln neue Perspektiven, die sich zu einem Rätselbild verdichten. Es ist also eine Aufnahme, mit der sich der Betrachter länger beschäftigt und nicht achtlos daran vorüber geht.“

Der 3. Preis geht an Wilfried Zirkel aus Wolfsburg: Dazu die Jury: „Besonders beeindruckend an der Aufnahme von „Bumble“ ist, dass das Licht die Skulptur zu verflüssigen scheint, so dass im inneren Bereich der Aufnahme das Material liquide erscheint, ja sich gar aufzulösen scheint. Mit dieser Erscheinung orientiert sich der Fotograf an der Idee von Thomas Kiesewetter.“

Ein Sonderpreis geht an Kinder der AWO Kita „Am Gutshof“ im Alter von 4-6 Jahren: Dazu die Jury: „In den hell-dunklen Aufnahmen, die wie eine Winterlandschaft aussehen, ist besonders der Spaß an Effekten der Verfremdung bemerkenswert. Es sind beindruckende Fantasiegebilde entstanden, die eine neue Welt eröffnen, sie scheinen vertraut und doch fremd. Durch die Umkehr der Farben erhalten die Aufnahmen eine geheimnisvolle Anmutung, die für die Betrachtenden zu einer spannenden Reise und einem fantastischen Abenteuer werden können.“