Ausstellungen 2019

06. November 2018

Hier ein Ausblick auf unser Ausstellungsprogramm im kommenden Jahr:

8. Februar 2019 bis 9. Februar 2021
Michael Müller „DEINE KUNST: (Das Schweigen der Bilder)“ Präsentation der Sammlung in acht Fassungen

Erste Fassung: DEINE KUNST: DIE KRISE DER STÄDTISCHEN GALERIE WOLFSBURG: Lösung oder Auflösung / DER LIQUIDATOR“ vom 8. Februar bis 7. April 2019

Zweite Fassung: „The Art(ist) is Present / DER TOD DES AUTORS WIRD NICHT ZUGELASSEN“ vom 18. Mai bis 6. Oktober 2019,
Eröffnung der zweiten Fassung am 18. Mai 2019 um 19 Uhr:

Die Städtische Galerie Wolfsburg pflegt einen aktiven Dialog mit Künstler*innen. Für die Neupräsentation der Sammlung wurde daher der in Berlin lebende Künstler Michael Müller eingeladen, sich mit der Sammlung auseinanderzusetzen und eine persönliche Auswahl aus dem Bestand zu treffen. Im Westflügel von Schloss Wolfsburg konzipierte er eine spannungsreiche Installation, die den Erwartungshaltungen entgegenläuft. Seh- und Denkgewohnheiten werden herausgefordert. Über einen Zeitraum von zwei Jahren soll in mehreren überraschenden Fassungen die Sammlung in neue Zusammenhänge gestellt werden.

Michael Müller (geb. 1970 in Ingelheim am Rhein, Deutschland) studierte Bildhauerei bei Magdalena Jetelová an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2015 bis 2018 lehrte er als Professor an der Universität der Künste Berlin (UdK). Er ist Mitbegründer der Kunstsaele in Berlin-Schöneberg und kuratiert dort regelmäßig Ausstellungen.

Kunst-Station im Hauptbahnhof Wolfsburg
vom 21. März bis 11. August 2019
Jan van der Ploeg "INDICATOR" Rauminstallation,
Eröffnung am 21. März 2019 um 18 Uhr:

Der niederländische Künstler Jan van der Ploeg verändert mit seinen Wandmalereien unsere Wahrnehmung der bestehenden Architektur. In einer spannungsreichen Auseinandersetzung mit der gegebenen Situation wird der Raum der Kunst-Station neu interpretiert. Van der Ploegs geometrisch-abstrakten Formulierungen heben mit Form und Farbe die Grenzen zwischen Wand, Malerei, Architektur auf und ermöglichen überraschende Raumerfahrungen.

Jan van der Ploeg (*1959 in Amsterdam) studierte in Amsterdam und London. Er lebt und arbeitet in Amsterdam und zählt zu den international bekanntesten Künstlern im Bereich zeitgenössischer Wandmalerei. Seine ortsspezifischen Arbeiten realisiert er weltweit.

24. April bis 16. Juni 2019
Malte Bartsch „Auto Modus 2“,
Eröffnung der ersten Fassung am 23. April um 18 Uhr zur Ausstellungsreihe „Mensch Macht Maschine“:

Die Ausstellung widmet sich dem Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine. Am Beispiel ausgewählter zeitgenössischer künstlerischer Positionen sollen unterschiedliche sinnliche wie auch intellektuelle Zugänge für eine produktive und konstruktive Auseinandersetzung mit dem Hyperphänomen der „Automatisierung/Digitalisierung“ in unserer heutigen Zeit ermöglicht werden. Es werden Kunstwerke zu sehen sein, die eigens für diese Präsentation von Künstlerinnen und Künstlern geschaffen und damit erstmals einem größeren Publikum – ergänzt mit Leihgaben aus musealen Beständen - vorgestellt werden. Die Auswahl der Werke fokussiert sich nicht auf „Maschinenkunst“, sondern zielt durch den Einsatz unterschiedlicher künstlerischer Medien und mithilfe verschiedener technischer Medien auf Themen, die das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Maschine beleuchten, untersuchen und vorstellen.
Der in Berlin lebende Künstler Malte Bartsch (*1984 in Braunschweig) eröffnet die Ausstellungsreihe „Mensch Macht Maschine“ und präsentiert unter dem Titel „Auto Modus 1“ weitere Arbeiten vom 28. März bis 5. Mai 2019 in der „halle 267 – städtische galerie braunschweig“.

31. August bis 3. November 2019
Benno Wundshammer „Die Inszenierung des Italieners“ Fotoreportage.
Ein Ausstellungsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation und der Städtischen Galerie Wolfsburg in Kooperation mit der Italienischen Konsularagentur Wolfsburg,
Eröffnung am 31. August um 18 Uhr:

Nur wenige Monate, nachdem die ersten italienischen Arbeitskräfte im Januar 1962 in Wolfsburg ankamen, um für die Volkswagen AG zu arbeiten, reiste Benno Wundshammer in die Stadt am Mittellandkanal, um dort eine Reportage über sie zu erarbeiten. Bis Ende des Jahres sollten es über 4.000 damals so genannte „Gastarbeiter“ werden und die Reportage erschien unter dem markanten Titel "Brauchen wir denn wirklich diese Italiener?" Sie bringt eine Vielzahl aussagekräftiger Fotografien, illustriert mit skurrilen Texten, die wiederum aus zahlreichen Zitaten von Wolfsburger Bürgerinnen und Bürgern collagiert wurden. Das Zusammenspiel von Fotografie und Textreportage führt zurück in die Anfänge der bis heute andauernden Geschichte der Italiener und Italienerinnen in Wolfsburg, die aus dem heutigen Stadtbild nicht mehr wegzudenken sind. Da Fotografien in den 1960er Jahren noch nicht so allgegenwärtig waren wie in der Gegenwart, erhöht ihre Präsenz in den Tageszeitungen und Illustrierten den Nachrichtenwert. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die italienischen Arbeiter in Wolfsburg durch Wundshammer in Szene gesetzt werden, welche Stereotype er mit seinen Arbeiten aufgreift und an welche städtischen Diskurse er anknüpft.

Der Fotograf Benno Wundshammer (1913 – 1986), der seine Karriere als Sportfotograf begonnen hatte, war während der NS-Zeit einer der wichtigsten Fotografen und stieg gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zum stellvertretenden Chefredakteur der Propagandazeitschrift SIGNAL auf. Nach dem Krieg gelang ihm ein fast nahtloser Übergang. Als Reporter und späterer Chefredakteur der REVUE wurde Wundshammer zu einem der bekanntesten und angesehensten Pressefotografen. Das belegt auch die Auswahl seiner Themengebiete: Neben Bildserien über Mode und Sport porträtierte er auch Politiker wie beispielsweise Konrad Adenauer. Im Jahr 1957 wechselte er schließlich zur Illustrierten QUICK und blieb dort bis 1970. Internationale Prominente wie Romy Schneider und Elvis Presley wurden von ihm abgelichtet. 1962 führte ihn ein Auftrag in die Volkswagenstadt.

15. November 2019 bis 29. März 2020 Ati Maier „Space Rider“ Videoinstallation.

Ati Maiers Arbeitsansatz ist von einer mutigen Interdisziplinarität geprägt. Ihr Werk erstreckt sich nicht nur über die Medien Zeichnung, Malerei, Fotografie und Animation, sondern umfasst ebenso Video und Film. Die 1962 in München geborene Künstlerin studierte in New York und Wien, sie lebt und arbeitet heute in New York. Für ihre Filme hat Ati Maier den Charakter Space Rider eingeführt. Es handelt sich dabei um eine humanoide Erscheinung, deren Kopf mit einem Helm bedeckt wird. Sie reitet stets auf einem Pferd mit ähnlicher Kopfbedeckung. Seit 2003 taucht diese Figur immer wieder in Maiers Werk auf. In der Einzelausstellung wird die Künstlerin erstmals eine Vier-Kanal-Videoinstallation mit dem von ihr geschaffenen Space Rider präsentieren und diese damit einem breiten Publikum vorstellen. Der vier Videos umfassende Zyklus ist als raumgreifendes Gesamtwerk aufzufassen und bezieht die besonderen räumlichen Gegebenheiten im Schloss Wolfsburg ein.